
Seit 2019 fordern wir ein Schulticket für alle Bielefelder unter 18. Für monatlich 19 Euro freie Fahrt in Bus und Bahn im gesamten Stadtgebiet, unabhängig ob eine städtische Schule oder eine Ersatzschule besucht wird. Das Ticket soll monatlich kündbar sein, ohne Beantragung über Schulsekretariate auskommen und damit bewusst unbürokratisch gestaltet werden. Für Geschwisterkinder soll eine Vergünstigung vorgesehen werden.
„Die freie Schulwahl darf keine Frage des Geldbeutels sein. Und Kinder, die etwa die Marienschule, Gymnasium und Sekundarschule Bethel oder das Hans-Ehrenberg besuchen, sind keine Kinder zweiter Klasse. Deren Eltern zahlen ebenfalls Steuern und dürfen daher nicht mehr gezielt schlechter gestellt werden als alle anderen Schulkinder in Bielefeld.“, sagt unser Kreisvorsitzender Jan Maik Schlifter.
19 Euro, jederzeit kündbar
Das nach unserer ersten Unterschriftenaktion von Rot-Grün vor einigen Jahren eingeführte Modell ist teuer, unflexibel, bürokratisch und hat Ersatzschulen ausgeschlossen. Mit der Überführung in das Deutschlandticket Schule sind die Kosten weiter gestiegen – ohne Rücksicht auf die tatsächlichen Bedürfnisse vieler Familien. „Gerade jüngere Kinder brauchen kein Ticket für ganz Deutschland“, so Schlifter. „Sie brauchen eine bezahlbare Möglichkeit, in Bielefeld zur Schule zu kommen. Alles andere ist an der Lebensrealität vorbeigeplant.“ Eine monatliche Kündigungsfrist biete ganzjährig Flexibilität. 19 Euro sind ein guter Kompromiss zwischen Bezahlbarkeit für die Familien und Finanzierung durch die Stadt.
Neue Petition gestartet
Dass für ein solches Ticket kein Geld da sei, lassen wir nicht gelten. Es gibt keine bessere Maßnahme zur langfristig wirksamen Förderung von Bus und Bahn und für mehr Selbstständigkeit von Kindern und Jugendlichen. Deshalb starten wir nun erneut eine Petition, um bei diesem wichtigen Thema Druck zu machen und endlich eine bessere Lösung für Bielefelds Schulkinder zu erreichen. Unterzeichnen Sie hier: