Ob der große „Spiegel“ an der Stadthalle oder der Elch im Bürgerpark: Skultpuren, Plastiken und andere Kunst im öffentlichen Raum bereichern das Stadtleben. Den Schutz dieser öffentlich zugänglichen Werke sehen wir aber immer stärker gefährdet.
„Schon 2021 wurde beschlossen, diese Werke anhand eines fertigen Konzeptes nicht nur zu erhalten, sondern auch systematisch zu erfassen und die Kunst im Bielefelder Stadtraum kuratiert weiterzuentwickeln“, erinnert sich Laura von Schubert, unsere sachkundige Bürgerin im Kulturausschuss. „Umgesetzt worden ist davon bisher nichts. Und nun fallen wir sogar in der Pflege und Instandhaltung hinter den Status von damals zurück.“ Teils befinden sich die Werke heute in einem schlechten oder gar bestandsgefährdeten Zustand.
Andere Parteien gegen Zeitplan für Konzeptumsetzung
Selbst unser Antrag, zumindest einen Zeitplan für die Umsetzung des Konzeptes aufzustellen, ist von den anderen Parteien im Ausschuss jetzt abgelehnt worden. Nachbarstädte wie Gütersloh und Herford, zu denen sich Bielefeld bei diesem Thema zu einem regionalen Netzwerk zusammengeschlossen hatte, sind da bereits deutlich weiter. „Hier gibt es nicht einmal einen festen Ansprechpartner für Kunst im öffentlichen Raum. Das führt zu einem strukturellen Versagen beim Erhalt dieses wichtigen Kulturguts“, kritisiert von Schubert. Die Freien Demokraten wollen sich deshalb weiterhin dafür einsetzen, dass her endlich etwas passiert. „Eine Großstadt wie Bielefeld muss auch ihre kulturelle Identität pflegen und schützen.“