FDP: Elternwille nicht beachtet

Die Vorentscheidung des Schulausschusses, für die Grundschule Ubbedissen keine zusätzliche Klasse einzurichten und damit 16 Kinder abzulehnen, wird von der Bielefelder FDP kritisiert. Viele der betroffenen Kinder seien in der Kita Lämershagen bereits mit der Grundschule Ubbedissen vertraut gemacht worden, Geschwister besuchten ebenfalls diese Schule. Die Stadt könne dem Elternwillen nicht immer nachkommen, aber da wo es z.B. ohne Umbauten realisierbar sei, sollte flexibel entschieden werden. „Wenn der Direktor vor Ort sagt, dass eine weitere Klasse für seine Schule machbar ist und wir den Alltag für Familien einfacher machen können, dann sollte eine bürgernahe Politik das auch ermöglichen.“, so Jan Maik Schlifter, FDP-Mitglied im Schulausschuss, der aufgrund fehlenden Stimmrechts im Ausschuss den einstimmigen Beschluss nicht verhindern konnte.

Schwer erträglich sei, dass der Wunsch der betroffenen Eltern in der Diskussion in die Nähe ausländerfeindlicher Motive gerückt wurde. Schlifter: „Da üben Eltern ihr Recht auf freie Schulwahl aus und nicht nur, dass ihnen dies ohne überzeugende Argumente verwehrt wird, ihnen werden aus der Politik noch derartige Unterstellungen hinterhergeworfen. Bürgerferne Entscheidungen haben in Bielefeld zwar Tradition, aber das war ein besonders eklatantes Beispiel.“ Morgen gibt die Bezirksvertretung Stieghorst hierzu ihr Votum ab.

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