Berliner Straße: Fahrspuren sollen für Radweg weichen

Die Verwaltung will die Fahrspuren auf der Berliner Straße zwischen Stadtring und Hauptstraße reduzieren. Wir als FDP sehen das Vorhaben kritisch. 

Grund für die Reduzierung der Fahrspuren auf dann nur noch eine in jede Richtung sind knapp drei Meter Breite Radwege, die hier auf beiden Seiten angelegt werden sollen. „Schon seit dem Rückbau des Stadtrings auf eine Spur und den Anpassungen im Kreuzungsbereich vor zwei Jahren klagen Anwohner über die verschärfte Verkehrssituation an dieser Stelle“, weiß unser Bezirksvertreter Rainer Seifert. „Wir befürchten, dass mit nur noch einer Spur in jede Richtung der Stau an dieser Stelle künftig noch massiv zunehmen wird.“ 

Nutzer des öffentlichen Parkplatzes auf der kleinen Querstraße An der Brücke haben seit dem Umbau des Stadtrings schon massive Probleme, darauf abzubiegen. „Nicht nur der dort schon jetzt vorhandene Radweg sorgt für Irritationen. Auch eine neue Mittelinsel und der Wegfall einer vorher vorhandenen Haltelinie vor der Einfahrt, machen es den Verkehrsteilnehmern schwer“, betont Seifert. 

Diese Situation würden die Pläne für einen neuen Radweg indes in keinster Weise verbessern – im Gegenteil. „Es heißt von der Verwaltung, dass es Fahrradfahrern an dieser Stelle nicht möglich sei, zu halten. Obwohl die Ampel ja ohnehin nur wenige Meter dahinter steht.“  

Wir als FDP sehen hier massiven Nachbesserungsbedarf und werden uns deshalb für Änderungen in der Planung einsetzen.  Doch nicht nur die Planung als solche stößt unserem Bezirksvertreter in Brackwede sauer auf. „Auch die Art und Weise, wie diese Pläne kommuniziert wurden, sind nicht akzeptabel. Hier werden zwei Vorhaben miteinander verknüpft, die nicht zwangsläufig etwas miteinander zu tun haben. Und doch soll durch die gemeinsame Abstimmung darüber genau das erzwungen werden.“  Die Reduzierung der Fahrspuren passt grundsätzlich nicht zu den Plänen für den Ausbau der Bushaltestelle hier zu einer Mobilitätsstation, welche wir ausdrücklich  befürworten. Hier sollen zahlreiche Busse an- und abfahren, auch Car-Sharing-Fahrzeuge sollen gemietet werden können. „Dieser zentrale Verkehrsknotenpunkt darf nicht durch verkehrliche Behinderungen in seiner Funktion eingeschränkt werden.“

Durch die Schaffung von geschützten Radwegen an dieser Stelle versuche die Stadt nur, Meter gutzumachen bei den ohnehin nicht erfüllbaren Vereinabrungen mit dem sogenannten Radentscheid. 

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