Mitte. In Bielefeld gibt es eine Pömpel-Posse weniger: Die im Frühjahr entlang der Lina-Oetker-Straße aufgestellten Holzpfosten müssen wieder entfernt werden. Unser Bezirksvertreter Micha Kasper hat in der Juni-Sitzung der Bezirksvertretung einen entsprechenden Antrag gestellt – und dieser wurde mit großer Mehrheit angenommen. FDP wirkt! Nur die AfD und die Grünen stimmten gegen die Korrektur dieser sinnfreien Maßnahme des Amtes für Verkehr.
Zunächst hatte die Pömpelparade im Mai vor allem bei den Anwohnern der Straße für große Verwunderung gesorgt. Ohne echten Anlass waren die Holzpfosten hier plötzlich installiert worden. Auch die Position der Pömpel mitten auf dem Gehweg sorgte für Kopfschütteln: „Sie wurden so aufgestellt, dass sie den Gehweg in einen Hindernisparcours verwandelt haben. Für Menschen mit Rollstuhl oder Kinderwagen gab es hier kein Durchkommen mehr“, erklärt Micha Kasper. Als Reaktion auf die massive Kritik hatte das grüne Verkehrsamt zunächst angekündigt, die Pömpel versetzen zu wollen. Doch das hätte kaum etwas verändert. „Durch das schnelle Wachstum der Hecken wurde der Platz zwischen Pömpeln und eben diesen Pflanzen immer kleiner. Deshalb haben wir uns entschieden, den kompletten Rückbau der Pömpelei zu beantragen.“
Grüne Verkehrspolitk abgewählt
Dass der grüne Verkehrsdezernent in Bielefeld auch nach der Kommunalwahl und der deutlichen Abwahl grüner Verkehrspolitik einfach weitermacht, ist mittlerweile bekannt (siehe Innenseiten). Umso erfreulicher, dass auch CDU und SPD uns in diesem Fall gefolgt sind – obwohl diese wider jede Vernunft das wichtige Verkehrsamt weiter in grüner Hand belassen wollen.
Die Freude der betroffenen Anwohner über den beschlossenen Antrag war jedenfalls groß. Einige von ihnen waren bei der Sitzung der Bezirksvertretung dabei und klatschten nach der Abstimmung laut Beifall. Kasper: „Es ist ein gutes Gefühl, solche Probleme schnell zu lösen, zugleich aber auch ein schlechtes, wenn ich an die unnötigen Kosten denke. Und das Amt muss sich erneut fragen, warum es so oft Problemverursacher statt Problemlöser ist.“