Holzpömpel: Wir verlangen weitere Aufklärung

Plötzlich standen mitten auf dem Gehweg der Lina-Oetker-Straße dutzende Holzpömpel: Auch wenn die Verwaltung jetzt angekündigt hat, diese zumindest 25 Zentimeter zu versetzen, sehen wir hier keine Lösung des Problems.

„Immer wieder führt das Verkehrsamt bei Straßenplanungen aus, dass es gesetzlich wichtige Mindestbreiten für Gehwege gibt – und dann werden diese im Tagesgeschäft einfach ignoriert“, kritisiert Micha Kasper das eigenartige Vorgehen des Amtes für Verkehrs. Das konkrete Problem an der Lina-Oetker-Straße wird durch das Versetzen der Pömpel nicht gelöst, denn die dort wachsenden Hecken minimieren den Platz auf den Gehweg perspektivisch zusätzlich. „Wir werden deshalb in der nächsten Sitzung beantragen, die Poller wie der komplett abzubauen“, sagt Kasper.

Wildes Eigenleben des Verkehrsamtes

Ohnehin zeigen wir uns verwundert über das Vorgehen der Verwaltung. „Wir sehen hier keinerlei Veranlassung für diese merkwürdige Maßnahme und vor allem sehen wir keine politische Beschlusslage dahinter“, betont Jan Maik Schlifter, unser Fraktionsvorsitzender. Dem Amt des grünen Dezernenten Adamski bescheinigt er seit der Kommunalwahl ein wildes Eigenleben. „An unzähligen Stellen versucht man dort noch immer, grüne Politik durchzusetzen, die im vergangenen Herbst von den Menschen in Bielefeld aber doch eigentlich abgewählt worden ist – egal, ob es um massive Straßenumbauten geht oder um kleine Alltagsfragen“, erinnert Schlifter. 

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