Dornberger Straße: Wir fordern Verschiebung des Baus der Krötentunnel

Wir regen an, die Fahrbahnsanierung der Dornberger Straße von dem geplanten Bau von zwölf Amphibientunneln zu trennen. Die dringend notwendige Erneuerung der Fahrbahn solle durchgeführt werden, die Krötentunnel könnten aber zurückgestellt werden. „Naturschutz ist wichtig. Aber nicht jede Maßnahme ist unverzichtbar. Angesichts der massiven Auswirkungen auf den Verkehr halten wir es für richtig, hier die Prioritäten anders zu setzen, als es etwa der grüne Verkehrsdezernent macht“, sagt unsere Dornberger FDP-Bezirksvertreterin Sandra Hambach.

Möglichkeiten zur Beschleunigung nutzen

Dass der Baubeginn nach hinten geschoben wurde und es deshalb ein wenig mehr Planungsvorlauf gäbe, reicht aus unserer Sicht nicht aus, um die Baumaßnahme verträglich durchzuführen. „Es bringt wenig, die Baustelle in den Sommerferien zu beginnen, wenn sich die Einschränkungen anschließend noch monatelang hinziehen. Wir erwarten, dass alle Möglichkeiten zur Beschleunigung der Bauarbeiten genutzt werden – etwa durch einen Mehrschichtbetrieb“, so Hambach.

Keine bunten Mitmachformate

Wir fragen nun im Rat nach, welche Baumaßnahmen zum Amphibienschutz in den nächsten Jahren geplant sind, um mehr Transparenz in die Planungen zu erhalten. „Während bei manchen Baumaßnahmen eine ganze Kaskade von Workshops und Mitmachformaten abläuft, werden Sperrungen mit gravierenden Auswirkungen – wie die der Dornberger Straße – lediglich ein paar Tage vorher per Dekret angekündigt. Da stellen sich auch Fragen, wer das eigentlich wie legitimiert und mal öffentlich diskutiert hat“, stellt unser Fraktionsvorsitzender Jan Maik Schlifter fest.

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