Am Senner Waldbad sollten Maßnahmen geprüft werden, um das Einhalten des dortigen Tempolimits besser durchzusetzen. Das Amt für Verkehr hat der Bezirksvertretung jetzt eine Empfehlung ausgesprochen, die bei uns nur für Kopfschütteln sorgt.
“Von allen erdenklichen Lösungen hält das Amt ausgerechnet eine sogenannte Bussperre für die beste Idee”, erklärt Nikolai Bolte,unser Bezirksvertreter in Senne. Diese aufwändige Verkehrsbarriere verengt die Fahrbahn auf eine Fahrspur mit Hilfe von zwei kleinen Mittelinseln zwischen dem Radweg auf beiden Seiten und der übrigen Fahrspur im Zentrum. Busse könnten dann noch normal die Straße passieren, für normalen Autoverkehr wäre dann aber in Höhe der Sperre Schluss. Die Straße Am Waldbad würde aus beiden Seiten dann zu einer Sackgasse werden.
“Abgesehen davon, dass diese Sperre für das Ziel völlig unverhältnismäßig ist, würde diese auch eine massive, bauliche Maßnahme und die damit einhergehenden Behinderungen für die Anwohner bedeuten.” Stattdessen will sich Bolte in der Sitzung am Donnerstag für eine vernünftige Alternative einsetzen – und die auch von Grünen und Linken favorisierte Bussperre verhindern.
Die Busschleuse in Senne ist aus unserer Sicht kein Einzelfall. “Wir beobachten derzeit intensivste Bemühungen des Verkehrsdezernats, bei jeder Gelegenheit die eigentlich abgewählte grüne Verkehrspolitik unbeirrt ins Werk zu setzen”, erklärt unser Fraktionsvorsitzender Jan Maik Schlifter. “Im Verkehrsamt ist offenbar noch nicht angekommen, dass die Wähler sich für eine andere Politik ausgesprochen haben und keine teuren Mobilitätsseinschränkungen mehr wollen.“
UPDATE: In der Sitzung am Donnerstag konnte die Idee des Verkerhsamtes zunächst abgewendet werden. Die BZV hat sich auch mit der Stimme unseres Bezirksvertreters gegen den Vorschlag Bussperre ausgepsrochen. Hier zum Video-Bericht aus der Sitzung…