Einen Kurswechsel in der Schulpolitik fordert der Bielefelder FDP-Vorsitzende Jan Maik Schlifter. Die Verwaltung prognostiziert zwar stark steigende Schülerzahlen in der Stadt, bleibt aber eine konsistente Planung hierfür schuldig. Endlich an einer Schulentwicklungsplanung zu arbeiten, ist auch Thema der Ratssitzung am Donnerstag. „An welchen Schulen können zu welchen Kosten die Klassenanzahl erhöht werden? Wie erhöht sich der Bedarf je Bezirk und wo müssen wir auch neue Schulen gründen? Diese elementaren Fragen im zentralen Gebiet der Bildung lässt Dezernent Witthaus unbeantwortet und muss durch einen Antrag der Opposition zum Jagen getragen werden.“ beklagt Schlifter, der die bisherige Schulpolitik vor einem Scherbenhaufen sieht. Die klare Bevorzugung der Gesamtschulen bei der Investitionsplanung und die Einführung der Schulform Sekundarschule hat Unruhe und Unfrieden in die Bielefelder Schullandschaft gebracht. Kapazitätsausbau und digitale Ausstattung als die wahren Herausforderungen blieben hingegen liegen. Schlifter: „Eltern, Lehrer und Schulleitungen haben den berechtigten Eindruck, dass sich der Schuldezernent nicht für…
FDP setzt mehr Geld für Schulen durch
Die FDP appelliert an Rot-Grün, die Sachmittelbudgets für die Bielefelder Schulen doch noch an die seit 2001 gestiegenen Preise anzupassen. Die Koalition hatte in einem Antrag eine Erhöhung des seit 16 Jahren konstanten Haushaltsbetrages um 121.000 Euro beantragt. Die FDP wollte einen vollständigen Ausgleich der Preiserhöhungen, was einem Betrag von 438.000 Euro entspricht. Beide Anträge fanden im Finanzausschuss keine Mehrheit. FDP-Vorsitzender Jan Maik Schlifter: „Bei Verabschiedung des Haushaltes im Rat werden beide Anträge noch einmal eingebracht. Ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass die Koalition die schleichende Kürzung der vergangenen Jahre doch ausgleichen will.“ Die nach einer Anfrage der FDP aufgekommene Diskussion zu den Budgets werde aber auf jeden Fall zu höheren Mitteln führen, so Schlifter: „Bevor gar nichts passiert, werden wir auch dem Koalitionsantrag zustimmen, 7% sind besser als nichts, aber vielleicht bewegt sich ja noch was.“
Mehr Zukunft in den Haushalt
Am 11.09. wird im Finanzausschuss der städtische Haushalt für das Jahr 2018 abschließend beraten. Die FDP ist vom Zahlenwerk nicht überzeugt, will bei Personal und Aufgaben der Stadt sparen und Bildung eine höhere Priorität einräumen. So beantragen die Freien Demokraten eine Erhöhung des Sachmittelbudgets für jede Schule. Diese Beträge, mit denen Schulleitungen von Musikinstrumenten bis zu Papierhandtüchern vieles von dem beschaffen, was in den Schulen ge- und verbraucht wird, wurden seit 2001 nicht mehr erhöht. „Da die Preise aber im gleichen Zeitraum um 25% gestiegen sind, wollen wir diese reale Kürzung zurücknehmen und den Schulen wieder wenigstens so viel zur Verfügung stellen wie 2001.“, so FDP-Vorsitzender Jan Maik Schlifter. Die FDP möchte zudem durch einen Sachverständigen genau untersuchen lassen, unter welchen Bedingungen eine Sanierung und ein Umbau der Martin-Niemöller-Gesamtschule in Schildesche möglich wäre. „Bevor hier über 40 Mio. Euro für einen Neubau ausgegeben werden, hätten wir gerne eine neutrale Zweitmeinung…
Bielefeld braucht einen neuen Medienentwicklungsplan
Die Schule hat wieder angefangen, am dringenden Handlungsbedarf bei der Konzeption digitaler Bildung hat sich unserer Auffassung nichts geändert. Da neben den Freien Demokraten auch andere Parteien im Bund mehr Geld für diesen Bereich investieren wollen, müsse sich Bielefeld jetzt schnell auf absehbare Förderprogramme vorbereiten. Der derzeit gültige Bielefelder Medienentwicklungsplan (MEP), dessen Neufassung die FDP einfordert, wurde 2004 verabschiedet. Das bis 2009 reichende Konzept wurde seitdem nicht mehr weiterentwickelt. „Wir operieren im Zukunftsfeld der digitalen Pädagogik mit einem 13 Jahre alten Plan. Bei der digitalen Bildung sind die Bielefelder Schulen durch Untätigkeit von Verwaltung und Politik daher mittlerweile vollkommen abgehängt.“, so der FDP-Vorsitzende Jan Maik Schlifter. Ohne aktuellen MEP fehle zudem die Grundlage, um Fördermittel sinnvoll einzusetzen oder sich darum erfolgversprechend zu bewerben. Es sei nun allerhöchste Eisenbahn, eine Neufassung des MEP in Zusammenarbeit mit den Schulen zu erarbeiten. Schlifter: „Leider verursacht die von Ausschussmehrheit und Schuldezernent gewollte Schließung von…
Schulausstattung nicht verkommen lassen
Musikinstrumente, Fachraumausstattungen, Möbel aber auch Seife und Toilettenpapier – all das bezahlen Schulen aus den Sachleistungsbudgets, die über den städtischen Haushalt finanziert werden. Alle Bielefelder Schulen zusammen erhalten so ca. 1,7 Mio. € pro Jahr. Die FDP fordert für das nächste Jahr eine deutliche Aufstockung dieser Mittel. Auf Anfrage der Freien Demokraten musste die Verwaltung im April einräumen, dass die Sätze, die jede Schule pro Schüler erhält, 2001 zum letzten Mal erhöht wurden. „Seit über 15 Jahren die gleichen Beträge – das bedeutet bei Berücksichtigung der allgemeine Preissteigerung eine reale Kürzung um über 25%.“ so Schulausschussmitglied und FDP-Vorsitzender Jan Maik Schlifter. Während die Personalkosten der Verwaltung jährlich zunähmen und zumeist über die Tarifsteigerung hinaus erhöht wurden, habe man die Schulen bei diesen Ausstattungskosten alleine gelassen. Mindestens müsse man nun die Preissteigerung seit 2001 ausgleichen. Die FDP will daher für den Haushalt 2018 eine Erhöhung um 25% beantragen. Die hierdurch entstehenden Mehrkosten von…
Bessere Ausstattung an unseren Schulen
Da deutlich mehr Kinder für Realschulen und Gymnasien angemeldet wurden als dort Plätze zur Verfügung stehen, soll der Schulausschuss am kommenden Dienstag die Einrichtung zusätzlicher Eingangsklassen beschließen. Dem will die FDP nur zustimmen, wenn die betroffenen Schulen auch mehr Geld erhalten. „Die Gebäude sind in der Regel nicht für diese erhöhte Kapazität ausgerichtet. Daher fordern wir einen Plan, wie der Gebäudebestand für die auch zukünftig höheren Anmeldezahlen an beiden Schulformen ertüchtigt werden kann. Zudem sollen die Schulen zusätzliche Sofortmittel für Möbel und ähnliches erhalten.“, so FDP-Vorsitzender Jan Maik Schlifter. Erschreckend sei, dass an Realschulgebäuden und Gymnasien immer nur von Jahr zu Jahr improvisiert werde. Es fehle ein systematisches und mit Kosten hinterlegtes Ausbaukonzept. Dies sei ein zentrales Versäumnis der Schulverwaltung. Über 70% der Bielefelder Grundschülerinnen und Grundschüler wechselten in Realschulen oder Gymnasien, aber investiert werden solle in den nächsten Jahren fast ausschließlich in Gesamtschulen, ohne dass dort die Kapazitäten erhöht würden.…

Bielefelder Schulen haben Anschluss verpasst
Aus der Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage zum WLAN an Schulen wird nach Ansicht der FDP deutlich, wie weit zurück Bielefeld in Fragen der digitalen Bildung liegt. „Wichtige Voraussetzung für die Einrichtung von WLAN ist, dass die Schule selbst erstmal eine gute Internetanbindung hat. Doch während die Medienberatung des Landes 50 Mbit/s für Grundschulen und 100-200 für weiterführende Schulen empfiehlt, stellen wir den Schulen nur 16 Mbit/s, bei uploads sogar nur 1 Mbit/s zur Verfügung.“, so FDP-Vorsitzender Jan Maik Schlifter. Das Thema sei offenbar seit Jahren verschlafen worden. Die Freien Demokraten wollen daher dringend den Medienentwicklungsplan aktualisieren. Dieser gibt die Rahmenbedingungen für die technische Ausstattung der Schulen vor und wurde 2004 für die Zeit bis 2009 aufgestellt. Schlifter: „Wir operieren im Zukunftsfeld der digitalen Pädagogik mit einem 13 Jahre alten Plan. Zeitgemäße Bildung kann so nicht stattfinden und das ist verantwortungslos gegenüber den Schülerinnen und Schülern. In den Pausen smartphone, im…
Anmeldezahlen sollten Weckruf sein
Die Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen in Bielefeld zeigen nach Auffassung der FDP, wie notwendig schnelle Investitionen in Realschulen sind. Während an den Gesamtschulen in Summe weniger Schüler angemeldet wurden als Plätze zur Verfügung stehen, fehlen an Gymnasien und besonders Realschulen die Kapazitäten. „Wir müssen dringend die Raumsituation an Realschulen verbessern. Leider fand ein FDP Antrag hierzu keine Zustimmung im Rat. Aber vielleicht sind die neuen Zahlen ein Weckruf.“, so FDP Vorsitzender Jan Maik Schlifter. Aus dem Elternwahlverhalten könne, anders als häufig behauptet, kein zusätzlicher Bedarf an den integrierten Schulformen Gesamt- und Sekundarschule abgeleitet werden. Die Entscheidung von CDU und Paprikakoalition, Kuhlo- und Bosse-Realschule zu schließen, um in Bielefeld städtische Sekundarschulen zu gründen, laufe vollständig konträr zum Elternwillen und werde die Kapazitätsprobleme im Realschulbereich deutlich verschärfen. Schlifter: „Statt die bestehenden Realschulen endlich zu stärken, plant die Politik eine Verknappung der Kapazitäten, obwohl Eltern genau das Gegenteil wollen. Dass dies auf…
Bielefeld braucht Deutschlands beste Schulen
In den anstehenden Haushaltsberatungen wollen die Freien Demokraten durch Umschichtungen mehr Geld für eine bessere Ausstattung der Bielefelder Schulen erreichen. Ein Schwerpunkt müsse dabei die Anschaffung moderner IT-Geräte sein. „In der Freizeit sind neue Medien für die Schüler Alltag, der Unterricht findet dann aber noch in der Kreidezeit statt. Wir müssen unsere Schulen ins 21. Jahrhundert bringen, das muss unsere oberste Priorität sein.“, so Jan Maik Schlifter, Vorsitzender der Bielefelder Freidemokraten. Bildungsinvestitionen hatte die FDP schon im Kommunalwahlprogramm in den Mittelpunkt gestellt. Es könne nicht sein, dass nur an Privatschulen oder bei wohlhabender Elternschaft ein zeitgemäßes Angebot an Computern möglich ist. Langfristig sollten persönliche Laptops oder iPads für jede Schülerin und jeden Schüler angestrebt werden. Schlifter: „Bildung ist der Schlüssel für das Vorankommen des Einzelnen und die zentrale soziale Frage. Da zu investieren, lohnt sich wirklich. Bielefeld sollte den Ehrgeiz haben, Deutschlands beste Schulen zu haben, mit Mittelmaß dürfen wir…
Gutachten verdeutlicht Kosten der Inklusion
In einem diese Woche vorgestellten Gutachten haben die kommunalen Spitzenverbände erstmals greifbare Zahlen zu den Folgekosten der Beschulung von Kindern mit Förderbedarf in allgemeinen Schulen, der sog. Inklusion, für Beispielkommunen berechnet. Für die Stadt Essen ermittelt das Gutachten so z.B. nötige Investitionen von mindestens 18 Millionen Euro, bei einer pädagogisch sinnvollen Reformvariante müssten sogar 40 Millionen Euro veranschlagt werden. Die Kommunalen Spitzenverbände haben dabei deutlich gemacht, dass mit der Untergrenze der nötigen Investitionen das heutige Qualitätsniveau der Förderschulen nicht zu erreichen sei. Auch auf Bielefeld dürften daher Kosten in Millionenhöhe zukommen. Angesichts der Haushaltslage der Stadt sieht der Kreisvorsitzende der Bielefelder FDP, Jan Maik Schlifter, dadurch das gute Ziel eines stärker inklusiven Unterrichts gefährdet. „Bewährte Strukturen an den Förderschulen sollen zerschlagen werden. Gleichzeitig fehlt es an den allgemeinen Schulen an allem: Die Lehrer werden mit der zusätzlichen Aufgabe alleine gelassen, und die nötigen Investitionen können wir nicht aufbringen.“ Die nackten Zahlen…