Mit Unverständnis reagieren wir auf einen Rundumschlag des Umweltaktivisten und pensionierten städtischen Dezernenten Martin Enderle. Ende Dezember hatte er erklärt, dass die Politik die sogenannte Johannisbachaue „abgeschrieben“ habe. Insbesondere der Regionalrat hätte mit Mehrheit aus CDU und FDP nicht „im Interesse der Stadt Bielefeld“ gehandelt. „Wer nicht so abstimmt, wie Herr Enderle das will, handelt nicht undemokratisch, sondern erlaubt sich eine eigene Haltung. Das städtische Interesse ist in der Demokratie nämlich Ansichtssache“, so FDP-Vorsitzender Jan Maik Schlifter, der auch Fraktionsvorsitzender der FDP/FW-Fraktion im Detmolder Regionalrat ist. Grund für Enderles Wortmeldung war die geplante ICE-Neubautrasse. „Dass diese überhaupt dort entlangführen kann, liegt auch daran, dass Kritiker wie Enderle jahrelang einen Untersee an dieser Stelle blockiert haben“, betont Schlifter. „Hätte Bielefeld dort eine solch ökologisch wertvolle Wasserfläche geschaffen, dann könnte eine Trasse gar nicht mehr ohne weiteres errichtet werden und die Bielefelder Bürger hätten ein tolles Naherholungsgebiet. Viele Menschen haben da sicher…
Untersee: Schlifter weist falsche Vorwürfe zurück
Die in einer Pressemitteilung des Aktivisten-Vereins „pro grün“ erhobenen Vorwürfe, wir und die CDU hätten im Regionalrat Detmold die Option einer größeren Wasserfläche für Bielefeld nur mit der Stimme des dortigen AfD-Vertreters bewahrt, sind falsch. Unser Kreisvorsitzender Jan Maik Schlifter, der Mitglied im Regionalrat ist, stellt fest: „Die rot-grüne Mehrheit im Bielefelder Rat wollte die Möglichkeit, dass Bielefeld in Zukunft mal einen See entwickeln kann, aus dem Regionalplan streichen. Für diesen Änderungswunsch braucht es im Regionalrat die Mehrheit der Stimmen. Da dort aber CDU, FDP und Freie Wähler genauso viele Stimmen haben wie SPD und Grüne, konnten CDU und FDP den Antrag unabhängig von der AfD verhindern.“ Noch schlimmer als die verbreitete Unwahrheit ist es indes, dass vorgebliche Naturschützer und ihre Parteiorgane als notorische Standortbremsen es seit Jahrzehnten schafften, jede Überlegung, wie Bielefeld eine größere Wasserfläche zur Naherholung schaffen könnte, im Keim zu ersticken. Was andere Städte geschafft haben, soll…
FDP beantragt Runden Tisch zum Untersee
Die Bielefelder FDP will versuchen, einen Konsens zur Entwicklung in der Johannisbauchaue herzustellen. Hierzu beantragen die Freien Demokraten im Rat die Einberufung eines Runden Tisches. Nach harten Auseinandersetzungen im Umweltausschuss wird derzeit in der Verwaltung die Ausweisung eines Naturschutzgebietes auf den ursprünglich für einen Untersee vorgesehenen Flächen erarbeitet. Die Einrichtung eines solches Gebietes wäre das Aus für die lange Jahre geplante Anlage eines großen Freizeit- und Badesees für Bielefeld. „Die Diskussion zwischen Untersee und Naturschutzgebiet hat zu verhärteten Fronten geführt und wird teilweise ideologisch betrieben. Die gesamte Politik sollte sich zusammensetzen, um zu einem Kompromiss kommen, der breit getragen wird.“, so FDP-Fraktionsvorsitzende Jasmin Wahl-Schwentker. Eine größere Wasserfläche für Bielefeld zu schaffen und mehr für Naturschutz und Artenvielfalt zu erreichen, müsse sich nicht ausschließen, sondern könne sich nach Ansicht der Freien Demokraten sogar sehr gut ergänzen. Es gäbe eine Fülle von Ideen, die zugleich einen Mehrwert für Mensch und für die…