Im vergangenen Dezember hat die Stadt Bielefeld in der Innenstadt 644-mal den Abschleppwagen kommen lassen. Das ist im Vergleich zum Vorjahresmonat eine Steigerung von mehr als 500 Prozent. Dies ergab eine Anfrage von uns.
„Auf Behindertenparkplätzen oder wenn jemand eine Einfahrt zuparkt, muss abgeschleppt werden, keine Frage. Aber wir wollen sicherstellen, dass mit Augenmaß vorgegangen wird. Da werfen die Zahlen Fragen auf“, erklärt Rainer Seifert, unser verkehrspolitischer Sprecher. Zum Weihnachtsgeschäft seien Besucher der Innenstadt von rund um das Rathaus aufgereihten Abschlepp-Lkw empfangen worden.
Nachfragebedarf zu den Gründen
Mit einer weiteren Anfrage wollen wir nun klären, in welchen Straßen besonders viele Fahrzeuge abgeschleppt wurden und aus welchen konkreten Gründen dies geschah. Die bisherigen Auskünfte der Verwaltung seien aus ihrer Sicht ergänzungsbedürftig. Gäbe es etwa Stellen, an denen ständig abgeschleppt werden müsse, sei die Beschilderung vielleicht nicht eindeutig genug.
„Abschleppen muss das letzte Mittel bei der Parkraumkontrolle bleiben. Unser Verdacht ist, dass diese Steigerung auch mit der Anti-Auto-Politik des grünen Verkehrsdezernenten zu tun hat“, sagt Seifert. Eine Versechsfachung könne man nicht nur mit einer anderen Verkehrsführung an der Ritterstraße erklären.