Angesichts der Haushaltskrise fordern wir die Verabschiedung von Sofortmaßnahmen in der nächsten Ratssitzung, um die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt zu sichern. So muss umgehend eine Haushaltssperre beschlossen werden, die mindestens bis zur Verabschiedung des Haushalts 2027 bestehen bleiben soll. „Für uns ist es nach wie vor unverständlich, dass der Kämmerer die Haushaltssperre zwischenzeitlich ausgesetzt hat“, betont unser stellvertretender Fraktionsvorsitzender und finanzpolitischer Sprecher Gregor vom Braucke. Insbesondere beim Thema Personal fehlt es weiterhin an Problembewusstsein in Verwaltung und Politik. „Dass die Ämter in dieser Lage 80 völlig neue Stellen einfordern, zeigt doch, dass innerhalb der Verwaltung die neuen Realitäten immer noch nicht angekommen sind“, stellt vom Braucke fest. „Während in der freien Wirtschaft reihenweise Unternehmen Insolvenz anmelden müssen, kann die Stadt nicht weiter aus den Vollen schöpfen.“ Befristet sollte deshalb nun eine Einstellungssperre gelten. Nur nach Einzelfallprüfung wäre die Besetzung von Stellen dann noch möglich. Da die Dezernenten und die Verwaltung…
Explosion der Personalkosten: Wie wir jetzt schon die nächste Haushaltskrise beschließen
Um mehr als 110 Millionen Euro – von 178 Millionen Euro in 2014 auf 288 Millionen Euro in 2022 – sollen allein die jährlichen Personalkosten im Haushaltsentwurf der Stadt steigen. „Davon könnte man jedes Jahr fünf Grundschulen bauen“, erklärt Gregor vom Braucke, unser finanzpolitischer Sprecher. Unserer Auffassung nach wird durch diesen wiederkehrenden Kostenblock bereits jetzt die nächste Haushaltskrise beschlossen. „Es ist dringend an der Zeit, die Dramatik dieser Situation zu erkennen und gegenzusteuern“, betont unsere Fraktionsvorsitzende Jasmin Wahl-Schwentker. Wir beantragen deshalb für die Haushaltsberatungen eine Budgetierung der Personalkosten. Diese sollen künftig höchstens so stark steigen wie Bevölkerung und Tarife des öffentlichen Dienstes. „Bislang kommen in der Verwaltung immer nur neue Aufgaben hinzu, alte Aufgaben werden nicht überdacht“, so vom Braucke. Vor allem die Möglichkeiten der Digitalisierung würden noch nicht ausreichend genutzt, um die Verwaltung effektiver zu machen. „Die Personalkostenexplosion schwebt wie ein Damoklesschwert über den Stadtfinanzen“, fasst Gregor vom Braucke die Situation zusammen. Dabei verschaffe nur…