Quelle. An der Osnabrücker Straße ist auf dem Teilstück vor der Kreuzung Café Sport auf beiden Seiten ein neuer Radweg eingerichtet worden, der nun durch sogenannte Orcas – fest installierte Plastikpömpel – vom Autoverkehr getrennt werden soll. Diese Maßnahme hat – entgegen der ursprünglichen Kostenberechnung von 85.000 Euro – am Ende ganze 115.000 Euro gekostet. „Ich finde, das ist eine stolze Summe für eine Maßnahme, die von Anfang an nur als Übergangslösung gedacht war und in einigen Jahren voraussichtlich erneut umgebaut werden muss“, sagt unser Brackweder Bezirksvertreter Rainer Seifert. Mit dem neuen Radweg verschwinden außerdem die bisherigen Kurzzeitparkmöglichkeiten entlang der Straße. Gerade für Handwerksbetriebe, Paket- und Lieferdienste sowie ambulante Pflegedienste erschwert das die tägliche Arbeit erheblich. Auch für Anwohner und Besucher bedeutet dies einen spürbaren Verlust an Erreichbarkeit.
Kein dauerhafter Bestand
Anlass für den Umbau war, dass die Fertigstellung des A33-Lückenschlusses dazu geführt hat, dass die Osnabrücker Straße weniger Verkehr aufnehmen muss. Sie wurde deshalb bereits von einer Bundesstraße (B68) zur Landstraße (L456) zurückgestuft. Nach den Plänen der Stadt soll dieser Abschnitt künftig Teil einer längeren Veloroute von Borgholzhausen bis in die Bielefelder Innenstadt sein. Vorgesehen ist ein Zweirichtungsradweg auf nur noch einer Straßenseite. Das Problem: Bis heute steht noch gar nicht fest, wie der endgültige Straßenquerschnitt dann aussehen soll. Deshalb konnte jetzt nicht so gebaut werden, dass die Maßnahme dauerhaft Bestand hat. Sobald die endgültigen Planungen beschlossen sind, wird dieser Bereich erneut für viel Geld umgebaut werden müssen. „Das ist aus meiner Sicht weder wirtschaftlich noch verhältnismäßig“, so Seifert.