Bundesligaspiele: Lange Sperren schaden dem Handel

Dass in Bielefeld jetzt die Stadt für die Sicherheit auf den Wegen von Fußballfans zu Bundestagsspielen sorgen soll, ist aus unserer Sicht kein praktikabels Modell. „Diese Idee der Landesregierung mit CDU-Minister Reul ist schlichtweg nicht gut durchdacht“, stellt Jan Maik Schlifter, unser Fraktionsvorsitzender im Rat, fest.

Belastung für den Handel

„Es ist nicht möglich, bei solch einer Veranstaltung auf Polizei zu verzichten. Das hat die erste Anwendung auch schon gleich gezeigt.“ Doch während die Beamten, die auch in den laufenden Verkehr eingreifen dürfen, für eine möglichst schnelle Abwicklung sorgen konnten, musste die Stadt jetzt ganze Straßenzüge stundenlang komplett sperren. „Das ist schon an einem Sonntag ärgerlich, wird an Frei- und Samstagen aber für ein Verkehrschaos in der Stadt sorgen – obwohl das gar nicht erforderlich ist. Handel und Innenstadt werden unnötigerweise nicht erreichbar sein“, betont Schlifter.

Polizei ist sowieso anwesend

„Für uns ist klar, dass die neue Regelung völlig unzweckmäßig ist. Die Polizei ist sowieso anwesend und kann flexibler agieren. Die Zusatzkosten für die Stadt und die Vollsperrungen sind einfach unnötig. Die Bielefelder Landtagsabgeordneten von CDU und Grünen sollten dafür Sorgen, dass dieses Experiment jetzt schnell beendet wird“, so Schlifter. Im Hauptausschuss wollen wir nach den Herbstferien erfragen, wie hoch die Kosten für die Verkehrssicherung bei den ersten Spielen nun tatsächlich waren und welche Möglichkeiten gesehen werden, die Sperrungen zumindest weniger belastend zu gestalten.

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