Da deutlich mehr Kinder für Realschulen und Gymnasien angemeldet wurden als dort Plätze zur Verfügung stehen, soll der Schulausschuss am kommenden Dienstag die Einrichtung zusätzlicher Eingangsklassen beschließen. Dem will die FDP nur zustimmen, wenn die betroffenen Schulen auch mehr Geld erhalten. „Die Gebäude sind in der Regel nicht für diese erhöhte Kapazität ausgerichtet. Daher fordern wir einen Plan, wie der Gebäudebestand für die auch zukünftig höheren Anmeldezahlen an beiden Schulformen ertüchtigt werden kann. Zudem sollen die Schulen zusätzliche Sofortmittel für Möbel und ähnliches erhalten.“, so FDP-Vorsitzender Jan Maik Schlifter. Erschreckend sei, dass an Realschulgebäuden und Gymnasien immer nur von Jahr zu Jahr improvisiert werde. Es fehle ein systematisches und mit Kosten hinterlegtes Ausbaukonzept. Dies sei ein zentrales Versäumnis der Schulverwaltung. Über 70% der Bielefelder Grundschülerinnen und Grundschüler wechselten in Realschulen oder Gymnasien, aber investiert werden solle in den nächsten Jahren fast ausschließlich in Gesamtschulen, ohne dass dort die Kapazitäten erhöht würden. Schlifter: „Zu allem Überfluss haben CDU und Koalition mit der Sekundarschule eine weitere Schulform beschlossen. Statt riskante Experimente einzugehen, hätte sich diese Mehrheit endlich einmal um den Raumbedarf kümmern müssen. Wir haben dies immer wieder angemahnt, sind aber bei Union und Paprika auf notorisch taube Ohren gestoßen.“